Freitag, 19. Mai 2017

Reiseplanung Baltikum 2017

Reiseplanung Baltikum 2017

Reisen ist tödlich, für Vorurteile (Mark Twain)

Deshalb geht es im Juni wieder zum internationalen Transalptreffen ITT. Dieses Jahr laden die polnischen Freunde uns auf die Insel Lipa südwestlich von Danzig zu einem Treffen mit Transalp-Fahrern aus Polen und ganz Europa.

Wie fast immer, werde ich den Anfang der Anreise mit dem Anhänger zurücklegen und dann den schönen Teil der Tour mit dem Mopped fahren. Zuerst zum ITT und danach über Kaschubei und Masuren Richtung Kurische Nehrung in Litauen. Traumziel wäre dann der Berg der Kreuze.



Wahrscheinlich wird die Tour aber kürzer werden, den wir wollen möglichst auf den kleinen Nebenstraßen bleiben, die in dieser Region oft geschottert oder aus Sand sind. Und wenn man schon mitten im Enduro-Paradies unterwegs ist, fahre ich nicht mit der Transalp sondern mit der kleinen CRF. Nicht weil die Transalp das nicht könnte, die kann das besser als ich! Aber mit 70kg weniger bin ich einfach entspannter unterwegs. Und weil der Tigerfahrer nicht möchte, dass ich kreise um ihn fahre, kommt der mit seiner XT.
Oft ist weniger mehr















Der Rückweg geht durch die alten Wälder im Grenzgebiet zwischen Litauen und Polen. Mit etwas Glück sehen wir Elche und Wiesente. Und haben viel Spaß im Dreck.


Wie schon in der Tatra und im Balkan wollen wir flexibel bleiben und erst unterwegs via App ein Zimmer oder eine Ferienwohnung am Ziel buchen. Und wenn es uns irgendwo gefällt, bleiben wir dort und fahren ohne Gepäck.

Wenn das WLAN es zulässt, gibt es zwischendurch hier ein paar Bilder...


Sonntag, 7. Mai 2017

Zubehör: K&N Luftfilter für die CRF

Zubehör: K&N Luftfilter für die CRF

An der Transalp ist ein K&N LuFi schon seit 15 Jahren und mind. 80tkm im Einsatz und erfreut mich mit Wartungsarmut und gutem Durchzug bei niedrigen Drehzahlen. Ich habe den Kauf nie bereut.

Für die CRF hatte ich bei den großen Motorradzubehör-Firmen noch keinen entdeckt. Doch letzte Woche habe ich dann bei Ebay gesehen, dass es ein passendes Model gibt. Also gleich bestellt und eingebaut.


Der Filter wird mit einem Hilfsrahmen montiert und passt perfekt. Die Oberfläche ist etwas größer als beim originalen Filter, d.h. die Luft kommt leichter durch.

Also auf zur Probefahrt. Das Ansauggeräusch ist etwas lauter zu hören als vorher. Klingt, je nach Drehzahl, besser oder schlechter als vorher. Bei niedrigen Drehzahlen hängt der Motor besser am Gas und hat etwas mehr Drehmoment. Insbesondere auf meinem Arbeitsweg mit stellenweise mehr als 20% Steigung merk man den Unterschied. Die 180° Kehre kann ich jetzt im zweiten Gang fahren, ohne das es an der Kette hackt. Auf der langen Geraden beschleunigt die CRF jetzt bergauf im letzten Gang schon ab 80km/h. Vorher konnte ich erst bei über 90 hochschalten.

Alle Unterschiede sind wirklich klein, aber reproduzierbar. Der alte Filter hatte 13tkm hinter sich. Einen Vergleich mit einem neuen Zubhörfilter habe ich nicht.

Wer sich eine deutliche Leistungssteigerung verspricht wird enttäuscht. Beim Verschalten im Gelände kann der Durchzug untenrum schon was ausmachen. Der Tausch meiner schwergängigen Kette hatte deutlichere Auswirkungen.

Dienstag, 18. April 2017

Friesland

Kurzurlaub in Friesland


Diesmal ohne Motorrad, dafür mit Familie und Wohnwagen. Polare Kaltluft und seltene Schauer sorgen für herrliches Licht und tolle Bilder.
Einfach mal den Mut haben,anders zu sein

Altes Patrizierhaus. Dahinter der schiefe Turm von Hindeloopen



N büschen Wind bläst dem Hund die Locken aus dem Pelz



Abendstimmung am Strand

3°C und Windstärke 7: Frieren für ein schönes Foto



Der Schauer zieht vorbei
Am nächsten Tag: Segeln bei Flaute
Mit fliegenden Frachtern...
...und anderen Fata Morganas


Montag, 10. April 2017

Zubehör: Low-Cost-Navigation

Zubehör: Low-Cost-Navigation

Jahrelang war ich überzeugter Kartennutzer. Aber innerhalb von Städten ist es das die Hölle. Und auch die Einstiege zu Schotterwegen und kleinen Nebenstraßen sind oft nicht zu finden. Anfangs habe ich das Auto-Navi mit dem Saugnapf am Drehzahlmesser der Alp der Alp befestigt.

Mit dem ersten Smartphone hatte ich dann eine interessante Alternative. Der erste Versuch im Kartenfach des Tankrucksacks war nix. Zu klein das 3,5 Zoll Display meines Sony Experia U.

Nächster Schritt war eine offene Fahrradhlaterung ohne Folie. Ließ sich sogar einigermaßen mit Handschuhen bedienen.

2014 sollte es dann in die Tatra gehen, da musste was besseres her. Da im Bekanntenkreis bei den bezahlbaren Moppednavis regelmäßig der Tod durch Wackelkontakt eingetreten ist, hatte ich Angst soviel Geld für ein Gerät auszugeben, dass evtl. nur einen Urlaub übersteht. Die Lösung kam in Form eines Samsung Galaxy Tab 3, dass gerade für 100€ im Angebot war. Die Halterung hab ich testweise aus Holz, nem Blech als Sonnenschirm und ein paar Winkeln geschraubt. Für Regenfahrten gab es eine wasserdichte Hülle für 3€. Die erste Testfahrt war so erfolgreich, dass ich das Provisorium auf 2 großen Reisen und etlichen Ausflügen benutzt habe. 10.000km lügen nicht bzw. nichts wird so lange genutzt wie ein funktionierendes Provisorium. ;-)
Nach einem Tag mit Schnee, Hagel und Wolkenbruch

Ohne Hülle auch mit Handschuh bedienbar
Ein 7 Zoll Display in Verbindung mit der App Osmand ist ne tolle Sache. Je nach Zoomstufe hat man alle Straßen im Umkreis von 20km im Blick und sieht trotzdem jeden Schotterweg. Auf den Motorradtreffen ist die Halterung das meistfotografierte Zubehör an meiner Alp. Und auch wenn meine Begleiter sich am Anfang unserer Balkantour darüber lustig gemacht haben, haben sie sich die Halterung für ihre nächste Tour geliehen.

Auf der CRF verdeckt das Riesenteil allerdings die kompletten Armaturen. Hier kommt meine Handyhalterung zum Einsatz.

Moosgummi und eine Fensterdichtung helfen
 Da anscheinend alle Lenkerhalterungen nicht für die Querstange an Endurolenkern geeignet sind, musste ich die Klemmung auffüttern. Hält nun super.
Wenn die Folie im direkten Sonnenlicht spiegelt, verstelle ich den Winkel etwas, dann geht es. Bedienung mit Handschuhen geht nur, wenn die Handschuhe klatschnass sind. 
Wichtig ist, dass die Hülle 2 Reisverschlüsse hat. So kann man den Ladestecker an der richtigen Stelle fixieren und die Öffnung ist fast dicht. Ich habe ein wasserfestes  Motorola Moto G3, aber bis jetzt ist noch kein Wasser eingedrungen. 
Ich überlege, mir eine zweite Hülle zu kaufen und den Großteil der Folie zu entfernen, dann wäre auch die Bedienung mit (Leder) Handschuhen wieder möglich.

Sonntag, 9. April 2017

Der erste Sommertag

Der erste Sommertag

Wenn man an einer beliebten Motorradstrecke lebt, weht einem den ganzen Tag der Motorensound um die Ohren. Trotzdem war heute Familie angesagt.

Um 19 Uhr bin ich dann doch noch aufs Mopped gestiegen. Sonntagabend. alle sind nach Hause und ich habe die Strecken für mich allein. Und der Himmel lädt zu ein paar Fotos ein...

Die fantastischen Vier
Bis die Sonne untergeht


Der Mond leuchtet den Weg
Gute Nacht
Weitere stimmungsvolle Bilder unter "Hunting the Light" Teil 1 und Teil 2

Mittwoch, 29. März 2017

#Umfallera: Von der hohen Kunst des Hinlegens

#Umfallera: Von der hohen Kunst des Hinlegens


Inspiriert vom alten Grießgram.

In der Anleitung eines Flugsimulators habe ich mal gelesen, dass es zwei Sorten von Piloten gibt. Die, die schon mal mit eingezogenem Fahrwerk gelandet sind und die, die dass noch tun werden.

So ähnlich ist das mit den Motorradfahrern. Früher oder später schaft jeder mal die 180 Grad Schräglage. Gründe gibt es viele. Vom unachtsamen Verkehrsteilnehmer, der einen in die Waagerechte zwingt über technische Defekte bis zur Ölspur am Kurvenausgang. Der größte Feind ist aber das eigene Ego. Da wird das eigene Können überschätzt, vor der Angebeteten auf cool gemacht oder einfach die Sorgfalt vergessen weil man es ja drauf hat.

Hier ein paar meiner großen Momente:

Mein erster Winter mit der MTX 80. Wenn ich im Schee gerutscht bin, hab ich einfach die Füße auf den Boden gestellt. Nix passiert, immer den Berg hoch gekommen. Am Wochenende ging es dann auf einen zugeschneiten Bolzplatz. DIE Gelegenheit mit 7 PS driften zu lernen. Die Kurven werden immer schneller genommen, bis die Kiste komplett über die Räder schiebt. Mit dem Fuß wird sich lässig abgestützt als plötzlich beide Räder wieder Grip haben, das Mopped sich aufrichtet und ich im hohen Bogen in den Schnee fliege. Die MTX bleibt kerzengerade stehen und fällt erst um kurz bevor ich wieder bei ihr bin. Mein Kumpel ist so fasziniert von meinem Stunt, dass er nicht nach vorn schaut und im Tornetz landet. Verluste: Ein Bremshebel

Toscana 2004: Ich erkunde einen Weg hoch zum Marmorbruch. Meine Frau ist schwanger und erspart sich den Schotterweg. Als ich zurück komme sehe ich, dass ich fotografiert werde. Also bleibt das Tempo hoch, bis ich auf Höhe meiner Frau bin. Bergab spät bremsen in Kombination mit einem großen Stein vor dem Vorderrad und schon gibt es ein zweites Foto. Den auch Manuela kennt die Regel: Erst dokumentieren dann assistieren!



Dienstag, 28. März 2017

Hunting the light 2 (Foto)

Hunting the light 2


Heute kam die Sonne genau bei meinem Erscheinen über die Bergkuppe.




Leider ist der Himmel ohne Wolken nicht so spektakulär und auch in den Tälern ist kein Nebel. Aber für ein paar Spielereien mit der Kamera reicht es.







Beim Anschauen der Bilder sehe ich einige Punkte am gegenüberliegenden Hügel. Hoffentlich die Mufflon-Herde die sich hier rumtreibt. Mit bloßem Auge sieht man sie kaum. Aber dank der klaren Luft und dem tollen Tele der Kamera kann man sehen, das es "nur" Rehe sind...